Eva, Greenpeace-Betreuerin für die Greenteams im Raum Freiburg, erklärt die Aktion:Das Ganze nennt sich Direkt-Recycling: Anstatt alte Mich- oder Safttüten wegzuwerfen, werden sie direkt wieder verwendet - wenn auch für einen anderen Zweck. Die Aktion hat großen Spaß gemacht, jedes Greenteam-Mitglied konnte einen oder zwei Geldbeutel für sich selber basteln und der Rest wurde an Fußgänger verteilt mit dem Hinweis, dass solche Recycling-Geldbeutel die Umwelt schützen.
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Klingt logisch, aber wie genau funktioniert diese Entlastung für die Umwelt?
Eva:Wer sich selbst einen Geldbeutel aus Abfallresten wie Tetrapacks bastelt, anstatt einen neuen zu kaufen, trägt dazu bei, dass weniger Geldbeutel hergestellt werden. Daher wird weniger Energie für die Herstellung von Geldbeuteln verbraucht; weniger Fabrikschlote blasen klimazerstörende Treibhausgase in die Luft und es entsteht weniger Abfall. Und wer dadurch auf Portemonnaies aus Leder verzichtet, schützt unter Umständen auch die Urwälder, falls das verwendete Leder von Kühen aus Brasilien stammt, die auf abgeholzten Weideflächen stehen, wo vormals Regenwald war...
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Puuh...Da wird einem erst deutlich, wie viele wenns und aber, die unsere Umwelt belasten, in so einem kleinen Ding wie einem Geldbeutel stecken. Es lohnt sich also allemal, auf selbst gemachte Recycling-Geldbeutel zurück zu greifen, meint auch Eva. Überhaupt ist die Aktion Geldbeutel ein guter Anlass, mal wieder Werbung für das gute, alte Recycling-Papier zu machen. Kritischer Konsum bedeutet eben, sich einmal die Produktionsabläufe zur Herstellung von Waren, die wir ganz selbstverständlich konsumieren, also kaufen und nutzen, mal genauer unter die Lupe zu nehmen...