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Was tun...

24.05.2005

Du willst etwas für die Umwelt tun - am liebsten mit Greenpeace zusammen. Aber du weißt nicht so recht, wie und wo du damit anfangen sollst? Außerdem macht es alleine auch keinen richtigen Spaß...

Greenpeace-Kids for Forests demonstrieren auf dem "Urwaldgipfel" (CBD: Conference on Biological Diversity) in Den Haag für die Verabschiedung eines weltweiten Programms zum Schutz der Urwälder. In der Mitte steht die brasilianische Deligierte vor einem aufblasbaren Elefanten.

Etwas ganz Wichtiges hast du aber schon erkannt: Jeder Mensch, egal wie alt er ist, kann etwas zum Umweltschutz beitragen - nicht nur die großen Greenpeacer, die oft gefährliche und Aufsehen erregende Aktionen machen. Auch du kannst viel bewegen - du könntest zum Beispiel ein Greenteam gründen!

Greenteam? Was ist das denn?

Gute Stimmung bei der internationalen Greenpeace-Aktion "Kids for Whales" in Bielefeld. Kinder aus Greenteams setzen sich für den Schutz der Wale ein.

Also: Schon mit drei Kindern oder Jugendlichen, die sich gemeinsam für die Umwelt einsetzen möchten, kann man ein Greenteam gründen. Wenn diese drei (es dürfen natürlich auch mehr sein) auch noch zwischen 10 und 15 Jahre alt sind, dann haben sie sogar das ideale Greenteam-Alter. Damit aber kleine und größere Hindernisse leichter genommen werden können, suchen sich die zukünftigen Umweltdetektive zusätzlich noch einen Erwachsenen, der ihnen - im Fall des Falles - helfen kann. Und schon ist das Greenteam komplett.

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Und dann?

Achtung Greenteam-Aufmarsch! Kostümierte Greenpeace-Kinder protestieren gegen die wachsenden Müllberge.

Nach Umweltproblemen in der nächsten Umgebung braucht ihr nicht lange zu suchen. Die Auswahl ist (leider) groß genug: zu viel Müll, dicke Luft, verschmutzte Bäche, Energieverschwendung in der Schule und und und...

Aber auch Probleme, die weiter entfernt sind, könnt ihr anpacken. Denkt nur mal daran, wie viele Menschen sich schon erfolgreich für den Schutz der Wale oder die Rettung der Urwälder eingesetzt haben.

Greenteam-Kinder malen und basteln im Multimar Wattforum, wo gerade die Greenpeace-Ausstellung "Wale, Wattenmeer und Weltmeere" zu sehen ist.

Wenn du also deine Gruppe zusammen hast, dann seht euch um und überlegt euch, welches Thema euch am meisten interessiert oder welches Problem ihr gerne knacken würdet. Nehmt euch dafür ruhig etwas Zeit. Wichtig ist, dass ihr gemeinsam entscheidet, eure Ideen gemeinsam ausbrütet und sich nicht einfach derjenige durchsetzt, der eben die größte Klappe hat ... (aber deshalb heißt es ja auch GreenTEAM).

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Loslegen...

Wenn ihr euch für ein Thema entschieden habt, dann kann’s losgehen: Greenteams können Probleme ähnlich wie Greenpeace anpacken: Problem ausspähen - Problem untersuchen - Ziel festlegen - Problem öffentlich machen - Nerven sägen - verhandeln - rotzfreche Aktionen machen.

Greenpeace-Kinder demonstrieren in der Fußgängerzone von Karlsruhe für den Schutz der Regenwälder. Kinder mit bemalten Gesichtern malen und basteln.

Nur eines gibt es zu bedenken: Schornsteine oder Kühltürme erklimmen, Abflussrohre verstopfen, im Schlauchboot übers Wasser brettern und Schiffe verfolgen - all das sind Aktionen, die nur von Menschen gemacht werden können, die Erfahrung haben im Klettern, Schlauchbootfahren usw. Also: Auch ohne Gummiboot und Kletterausrüstung gehört ihr als Greenteam zu Greenpeace dazu. Es gibt nämlich auch sonst genügend pfiffige Aktionen, die aufregend sind und jede Menge Spaß machen. Tausende von Greenteams haben das schon erlebt.

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Umweltmappe für Umweltspürnasen

Einen Wal auf der Wange, einen Wal auf der Stirn - so protestiert ein Schweizer Greenteam-Mädchen gegen das Töten der Wale.

Greenpeace hat speziell für Umweltspürnasen in eurem Alter eine dicke Umweltmappe herausgebracht. Darin sind viele Tipps, Ratschläge und Aktionsbeispiele versammelt. Ihr könnt aber auch eine Menge darüber erfahren, wie Greenpeace Umweltprobleme angeht und wie diese Methoden auch von euch angewendet werden können.

Greenpeace-Kids for Whales machen Berlin-Neukölln zur Walschutzzone. Zum Auftakt der Internationalen Walfangkonferenz (IWC) fordern rund 500 Kinder und Jugendliche den Schutz aller Wale.

So steht zum Beispiel drin, wie man die Hintergründe eines Problems herauskriegt (das nennt man recherchieren) und wie man es anstellt, dass möglichst viele Leute von dem Problem erfahren, also wie Öffentlichkeitsarbeit funktioniert (Flugblatt oder Plakat entwerfen, Infostand organisieren, eine Pressemitteilung schreiben usw.). Oder wie man mit Leuten Verhandlungen führt, ohne sich dabei ins Bockshorn jagen zu lassen und was man bei Aktionen berücksichtigen sollte.

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Überzeugt?

Das Wasser steht ihr bis zum Hals: Eine junge Greenpeacerin demonstriert vor dem ehemaligen Bundestag in Bonn für mehr Klimaschutz. Anlass ist die "Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien" (renewables 2004).

Ihr wollt ein Greenteam gründen? Dann wollt ihr jetzt auch wissen, wie das geht, ob es etwas kostet, wie Greenpeace euch als Greenteam unterstützt, was andere Greenteams machen usw. Zunächst mal: Greenteam werden kostet gar nix. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge und das Material bekommt ihr kostenlos von Greenpeace. Und so geht’s:

  • Wenn ihr euch als Greenteam anmelden wollt, dann füllt bitte dieses Anmeldeformular aus. Oder aber ihr ladet euch einfach das Anmeldeformular (die PDF-Datei findet ihr unten am Ende der Seite) herunter, druckt es aus und beantwortet noch die acht Fragen, bevor ihr es uns zurückschickt.
  • Als Antwort bekommt ihr von Greenpeace zunächst einen Brief mit einem Anmeldefragebogen. Wenn ihr dann diesen Fragebogen ausfüllt und zurückschickt, seid ihr offiziell als Greenteam angemeldet. Natürlich entscheidet ihr selbst, was ihr machen und wie lange ihr ein Greenteam bleiben wollt.
  • Die Greenteam-Mitgliedschaft ist freiwillig und jederzeit wieder auflösbar - Brief genügt. Greenpeace schreibt euch nichts vor und redet euch auch nicht dazwischen.
  • Sobald wir euren Anmeldefragebogen bekommen haben, schicken wir euch das Greenteam-Begrüßungspaket, das neben der oben beschriebenen Umweltmappe mit vielen nützlichen Tipps, Infos und Ideen für eure praktische Arbeit auch eine kleine Überraschung enthält.
  • In den Greenpeace-Gruppen (gibt’s in 90 Städten) sind viele Leute, die Lust darauf haben, mit Greenteams zusammenzuarbeiten. Wenn es also in eurer Nähe eine Greenpeace-Gruppe gibt, die euch unterstützen könnte, erfahrt ihr das von uns.
  • Als Greenteam bekommt ihr auch die Greenteam Infopost. Das ist eine kleine Zeitung, in der Aktionsideen von Greenteams, Mitmachmöglichkeiten, Greenpeace-Infos und viele nützliche Tipps veröffentlicht werden.
  • Mit größeren und kleineren Überraschungen melden wir uns immer mal wieder bei euch: Zum Beispiel, wenn der Greenpeace-Bus unterwegs ist, um den Greenteams einen Besuch abzustatten. Oder wenn Greenpeace eine Aktion startet, bei der Kinder und Jugendliche mitmachen können. Oder wenn wir ein Fest für die Greenteams veranstalten. Oder wenn in eurer Region ein Greenteam-Camp stattfindet. Oder wenn...

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Du willst kein eigenes Greenteam gründen, aber trotzdem aktiv werden?

Kinder aus Greenteams malen Plakate zum Schutz der Wale.

Kein Problem ... Sag einfach bei Greenpeace Bescheid, dass du in die Mitmacher-Datei aufgenommen werden möchtest. Dann erfährst du, wann welche Mitmachaktionen für Kids laufen. Und außerdem: Immer mal im Internet unter www.greenpeace.de/kids nachschauen, was los ist.

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Schon raus aus dem Greenteam-Alter - was nun?

Greenpeace-Jugendliche demonstrieren für Sonne-Wasser-Wind-Energie statt Atom- und Kohlestrom.

Auch das ist kein Problem. Frag bei Greenpeace nach den Greenpeace-Jugend-AGs. Vielleicht gibt es ja eine in deiner Nähe. Da kannst du vielleicht mit einsteigen. Neugierig? PC anwerfen und die Seiten der Jugendlichen von Greenpeace ansurfen. Und schon bist du schlauer!

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Was Greenteams so alles machen

Greenpeace-Kids for Forests schminken sich für eine Aktion vor dem Reichstag in Berlin. Eine Greenpeace-Delegation von 30 jugendlichen Urwaldbotschaftern wird dort Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) auffordern, sich international für den Schutz der Regenwälder einzusetzen. Die Kinder fordern einen wirksamen Schutz für die "Fantastischen Sieben", die letzten sieben Urwaldgebiete der Erde.

Seit September 1990 gibt es Greenteams. Inzwischen ist die Zahl auf rund 1700 Gruppen angewachsen. Sie stecken ihre Nase offensichtlich in alles, was sie (laut Ansicht vieler Erwachsener) eigentlich (noch) gar nichts angeht: Kein Thema ist für sie zu unbedeutend oder zu groß, zu politisch oder zu unpolitisch ...

Man findet Greenteams sowohl im Wald beim Aufräumen als auch im Bundestag beim Diskutieren. Die einen kümmern sich um Vogelaufkleber am Schulfenster, die anderen um die Rettung der Urwälder.

Eine Greenpeace-Jugendliche der SolarGeneration nimmt an der Jobparade in Schwerin teil. Die jungen Greenpeacerinnen und Greenpeacer demonstrieren für neue Jobs durch Erneuerbare Energien.

Ob sie eine Bachpatenschaft übernehmen oder einen Nistkasten bauen, ob sie als verkleidete Hühner in einem selbst gebauten Käfig sitzen, um gegen tierquälerische Hennenhaltung zu protestieren, ob es um überflüssige Blumenfolien im Blumengeschäft oder um den Verpackungswahn bei McDonalds geht: Immer wieder staunen die Erwachsenen über das, was sich Kinder und Jugendliche alles einfallen lassen - und was sie mit Phantasie, Witz und einer Portion Frechheit schon alles erreicht haben.

Mit jedem neuen Greenteam wächst die Zahl der Ideen. Vielleicht seid ihr ab demnächst mit euren Ideen dabei. Wir sind gespannt und wünschen euch viel Mut, viel Geduld und viel Vergnügen!

Also, wenn ihr euch als Greenteam anmelden wollt, füllt bitte dieses Anmeldeformular aus.


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