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alle Begriffe von www.greenpeace.de mit dem Anfangsbuchstaben
- Agrochemie
- Definition:
Teilgebiet der Chemischen Industrie. Geschäftszweige:
* Entwicklung und Herstellung chemischer Verbindungen, die in der Landwirtschaft nutzbar sind, z B. künstliche Düngemittel und Pestizide (= Ackergifte, siehe Lexikon Pestizide).
* Entwicklung und Herstellung chemischer Substanzen für die Massentierhaltung, z.B. Mittel, um Parasiten und Krankheitsüberträger in Ställen zu bekämpfen.
* Entwicklung und Herstellung von Futterzusatzstoffen, die für ein schnelleres Wachstum und höhere Fleisch-, Milch- oder Eiererträge sorgen sollen.
Umwelt-, natur- und gesundheitsgefährdende Rückstände solcher chemischen Verbindungen findet man in Böden, Gewässern, in der Luft, in Pflanzen und Tieren, in Lebensmitteln und auch in menschlichen Organen.
- Agrotreibstoff
- Definition:
Als Agrotreibstoff bezeichnet man aus Pflanzen hergestellten Diesel oder Benzin. Dabei wird aus dem Öl bestimmter Pflanzen wie Raps, Soja, Ölpalmen oder Weizen Treibstoff hergestellt.
Agrosprit wird eingesetzt, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken. Auch in Deutschland. Das klingt gut, hat aber negative Folgen für Klima und Menschen: Um möglichst viele Pflanzen zur Treibstoffproduktion anbauen zu können, wird oft Urwald abgeholzt. Dabei wird wiederum sehr viel CO2 freigesetzt. Viel mehr, als durch Agrotreibstoff eingespart wird.
Außerdem stehen die Pflanzen nicht mehr für die Ernährung zur Verfügung. Dann wird der Markt eng, die Preise für Nahrungsmittel steigen und viele Menschen müssen hungern. Agrotreibstoff wird auch als Agrokraftstoff, Agrodiesel, Agrosprit oder Ethanol bezeichnet. Außerdem wird oft irreführend von Biodiesel oder Biosprit gesprochen.
- AKW
- Abkürzung für: Atomkraftwerk
Ein Atomkraftwerk ist eine Anlage zur Gewinnung von elektrischer Energie durch Kernspaltung in Kernreaktoren. Die Erzeugung elektrischer Energie geschieht indirekt: Die Wärme, die bei der Kernspaltung entsteht, wird auf ein Kühlmedium übertragen, wodurch dieses erwärmt wird und Dampf erzeugen oder direkt Turbinen antreiben kann.
- AKWs
- Akronym von: Atomkraftwerke
Ein Atomkraftwerk ist eine Anlage zur Gewinnung von elektrischer Energie durch Kernspaltung in Kernreaktoren. Die Erzeugung elektrischer Energie geschieht indirekt: Die Wärme, die bei der Kernspaltung entsteht, wird auf ein Kühlmedium übertragen, wodurch dieses erwärmt wird und Dampf erzeugen oder direkt Turbinen antreiben kann.
- Albert Einstein
- Definition:
1879 in Ulm geboren, in München aufgewachsen, Abitur in der Schweiz. Nach dem Physikstudium begutachtete er als Beamter im Berner Patentamt technische Erfindungen. 1905 war das Jahr seines Durchbruchs, er schrieb einige kurze Aufsätze, die es aber in sich hatten - er revolutionierte damit die gesamte Physik: Einstein entwickelte die sog. Relativitätstheorie und außerdem erklärte er, dass Licht aus winzigen Teilchen besteht. Einstein war aber nicht nur Physiker, sondern interessierte sich auch für das, was sonst noch in der Welt passierte. Er war Pazifist, bekämpfte die Nazis und setzte sich für einen jüdischen Staat ein. Einstein starb 1955 in New Jersey, USA.
- Anilin
- Definition:
Eindeutschung des arabischen Wortes für die Indigopflanze. Die benutzte man Jahrtausende lang im Orient zur Herstellung eines blauen Farbstoffs. Im 19. Jahrhundert entdeckte man, dass man diesen Farbstoff auch aus Steinkohlenteer gewinnen kann. Das ist eine ölige Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Koks übrig bleibt. Außer zur Herstellung von Farben wird Anilin auch in der Produktion von Kunstfasern, Kautschuk und Medikamenten verwendet. Die Indigo-Pflanze ist harmlos, das künstlich hergestellte Anilin hingegen ist ein Gift, das über die Haut aufgenommen werden kann und im Verdacht steht, krebsverursachend zu sein.
- Aquakulturen
- Definition:
Aquakulturen sind Farmen für Meerestiere, hier werden Fische, Shrimps und andere Meeresfrüchte gezüchtet. In Ländern der Dritten Welt führen die fabrikmäßig betriebenen Aquakulturen zur Zerstörung der traditionellen Fischerei und der Umwelt (z.B. Zerstörung der > Mangrovenwälder).
Auch in Kanada gibt es riesige Lachsfarmen zur Zucht der Mastschweine des Meeres. Die Jungtiere bekommen Wachstumshormone gespritzt, in die Zuchtkäfige gibt man Medikamente gegen Krankheitserreger und Pestizide gegen Schädlinge.
- Atmosphäre
- Definition:
Die Atmosphäre bietet uns die Luft, die wir zum Atmen brauchen. Durch sie ist das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich. Luft ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen. Die wichtigsten Bestandteile sind: 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, 0,03 Prozent Kohlendioxid, ganz geringe Mengen von Edelgasen (Helium, Neon, Argon) und wechselnde Anteilen von Wasserdampf, also verdunstetes Wasser. Die Atmosphäre ist aber auch so etwas wie ein Schutzanzug der Erde: Sie filtert die gefährlichen Anteile der Sonnenstrahlung aus, sorgt dafür, dass nicht die gesamte Sonnenwärme wieder ins All zurückstrahlt und lässt außerdem die meisten Gesteinsbrocken aus dem Weltall verglühen, bevor sie auf die Erdoberfläche knallen können.
- Atomkernspaltung
- Definition:
Atome bestehen aus einem positiv geladenen Atomkern, der von einem Schwarm negativ geladener Elektronen umgeben wird. Zur Atomkernspaltung werden Uran 235-Atome verwendet. Ein einziges langsames Neutron kann den Kern von einem solchen Uranatom spalten. Das Uranatom teilt sich, fliegt auseinander und setzt dabei Wärmeenergie frei. Dabei entsteht radioaktive Strahlung. Bei der Spaltung werden außerdem zwei bis drei Neutronen frei, die für eine Kettenreaktion genutzt werden können. Verläuft die Kettenreaktion unkontrolliert, ergibt sich eine Atombombe von ungeheurer Sprengkraft. In Atomkraftwerken, versucht man, die Kettenreaktion aber kontrolliert ablaufen zu lassen, um die Wärmeenergie zu nutzen, anstatt sie auf einen Schlag explodieren zu lassen.
- Atommächte
- Definition:
Außer den USA gehören heute Russland, China, Frankreich und Großbritannien zu den offiziellen Atommächten. Aber auch Indien, Pakistan und Nordkorea haben den Besitz von Atomwaffen zugegeben. Experten sind sich sicher, dass auch Israel über Atomwaffen verfügt
- Atomtests
- Definition:
Staaten, die Atomwaffen besitzen, geben sich nicht mit dem einmal erreichten Stand zufrieden. Waffen, die man einsetzen will, muss man auch ausprobieren. Sieben Staaten haben bis zum Jahr 1998 2057 Atomtests durchgeführt. Sie haben in abgelegenen Weltgegenden oder tief unter der Erde Atombomben gezündet, um ihre Sprengkraft testen zu können. Jedes Mal wurde dabei radioaktive Strahlung freigesetzt. Radioaktive Strahlung ist schon in kleinen Dosen schädlich. Mediziner schätzen, dass durch die Atomtests mehr als 430000 tödlicher Krebsfälle bis zum Jahr 2000 aufgetreten sind.
- Atomwaffensperrvertrag
- Definition:
Im Atomwaffensperrvertrag geht es darum, dass nur fünf Staaten Atomwaffen besitzen dürfen und zwar diejenigen, die bereits am 1. Januar 1967 über Atomwaffen verfügten: Das sind die USA, Groß Britannien, Frankreich, China und Russland als Nachfolger der Sowjet-Union. Diese Staaten verpflichten sich dazu, anderen Ländern nicht bei der Herstellung von Atomwaffen zu helfen und ihnen auch keine zu verkaufen. Sie verpflichten sich aber auch, den anderen Staaten technische Ausrüstung zu liefern, um Atomkraftwerke bauen und betreiben zu können. Außerdem verpflichten sich die Atomstaaten dazu, ihre Atomwaffenarsenale abzurüsten. Das ist aber bis heute nicht passiert - im Gegenteil.
Seit 1968 sind dem Vertrag fast alle Staaten der Erde beigetreten - 188 Länder.
- Auftriebsgebiete
- Definition:
Auftriebsgebiete der Ozeane zählen zu den fruchtbarsten Regionen der Erde. Sie liegen meist an den Westküsten der Kontinente und entstehen, wenn kalte Meeresströme in Richtung Äquator getrieben werden.
Wenn nun Küstenwinde das wärmere, nährstoffreiche Oberflächenwasser aufs offene Meer treiben, strömt das kalte, sauerstoffreiche Tiefenwasser nach oben (Auftrieb). Diese Mischung bildet die ideale Nahrungsgrundlage für das pflanzliches Plankton (siehe Lexikon: Plankton) und für Kleinstlebewesen - und ein solch üppiges Angebot zieht riesige Fischschwärme an. Auftriebsgebiete machen nur einen winzigen Anteil an der Meeresoberfläche aus, bilden aber die Hauptfanggründe für die Fischerei.
- Autoabgase
- Definition:
Aus einem Autoauspuff kommen mehr als tausend verschiedene Substanzen. Eine ganze Reihe davon sind für Menschen giftig. Andere Substanzen schädigen Pflanzen. Die vier wichtigsten Abgase aus den Autoauspuff sind:
- Kohlendioxid: ungiftig, spielt aber als Treibhausgas eine große Rolle beim Klimawandel;
- unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC): oft krebserregend und entweichen entweder beim Tanken oder entstehen im Motor, weil der Sprit nicht vollständig verbrannt wird;
- Stickoxide (NOx): sind bei der Bildung des Ozonsmogs beteiligt;
- Dieselruß-Partikel: belasten die Atemwege, können das Herz-Kreislaufsystem schädigen und krebserregend wirken.
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