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alle Begriffe von www.greenpeace.de mit dem Anfangsbuchstaben O
- Oberflächenwasser
- Definition:
Oberflächenwasser ist Wasser, das sich an der Erdoberfläche sammelt: z.B. in Flüssen, Bächen und Seen. Vor allem durch Schadstoffeinleitungen aus der Industrie und der intensiven Landwirtschaft ist Oberflächenwasser stark belastet und muss erst aufwändig gereinigt werden, bevor es als Trinkwasser genutzt werden kann.
- Ökosystem
- Definition:
Unter Ökosystem versteht man einen Lebensraum mit bestimmten Lebensgemeinschaften, also zum Beispiel Meere, Wälder, Flüsse, Flussmündungen, Seen, Meeresküsten, Wüsten, Tundren, Sümpfe, Wattenmeer usw. Lebewesen und Lebensräume beeinflussen sich gegenseitig und bilden so eine sich entwickelnde Einheit. Die kann sehr schnell zerstört werden: Als man z.B. in den 60er Jahren den Nilbarsch in den Viktoriasee (Ostafrika) einpflanzte, um einen gefragten Speisefisch für den europäischen Markt zu haben, hatte das verheerende Folgen: Hunderte von heimischen Buntbarscharten wurden verdrängt, die Hälfte dieser Arten ist bereits ausgestorben. Die andere Hälfte wird fast nur noch als Köder für den Fang des Viktoriabarsches (sein heutiger Name) verwendet. Die traditionelle Fischerei verlor ihre Grundlage.
- Ötzi
- Definition:
1991 fanden Spaziergänger die Mumie eines Mannes, der vor 5000 Jahren erfroren und vom Eis eines Gletschers frisch gehalten wurde. Weil er noch so gut erhalten war bekam er einen Namen und wurde nach seinem Fundort, den Ötztaler Alpen, Ötzi genannt. Seitdem wird Ötzi von Hunderten von Forschern immer wieder untersucht. Er ist nämlich der am besten erhaltene menschliche Überrest aus der Jungsteinzeit.
- Ostblockstaaten
- Definition:
Nach der Niederlage des gemeinsamen Feindes Hitlerdeutschland 1945, traten die Gegensätze zwischen den ehemaligen Verbündeten USA und Sowjet-Union wieder zutage. Der britische Premierminister Churchill hatte schon 1946 von einem Eisernen Vorhang gesprochen, um den Gegensatz zwischen den demokratisch-kapitalistischen Staaten auf der einen Seite und der kommunistischen Sowjet-Union deutlich zu machen. Die Sowjet-Union schuf sich einen Ring abhängiger Staaten, die sog. Ostblockstaaten, mit denen sie 1955 in Warschau einen Pakt abschloss, der gegenseitige militärische Hilfe bei einem Angriff vorsah: Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei, Bulgarien, die DDR, Rumänien, die Sowjet-Union und Albanien, das allerdings 1968 wieder austrat.
- Otto Hahn
- Definition:
1879 in Fankfurt am Main geboren, Chemiestudium in Marburg. 1910 wurde Hahn Professor für Chemie in Berlin. Er arbeitete zusammen mit Lise Meitner und Fritz Strassmann (siehe Lexikon) zu Fragen der Radioaktivität und ab 1930 an der Spaltung von Uran-Atomkernen. Otto Hahn und Fritz Strassmann gelang die erste Atomspaltung, die Grundlagen für den Bau von Atomwaffen und die Nutzung atomarer Energie in Atomkraftwerken. Lise Meitner hatte die theoretischen Grundlagen dafür geliefert. 1944 wurde Otto Hahn dafür der Nobelpreis zugesprochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sprach sich Otto Hahn immer wieder gegen den Bau von Atomwaffen aus. Er starb 1968 in Göttingen.
- Ozon
- Definition:
Ozon entsteht, wenn sich drei Sauerstoffatome zusammenschließen. Je nachdem, in welcher Höhe das Ozon vorkommt, hat es schädliche oder nützliche Wirkungen. Am Boden ist es normalerweise nur wenig vorhanden, entsteht aber durch starke Sonneneinstrahlung vor allem aus Autoabgasen. Hier unten wirkt es als Reizgas, das die Atemwege schädigt. In 20 000 bis 25 000 Meter über der Erde schützt es uns als Ozonschicht vor schädlichen Anteilen in den Sonnenstrahlen.
- Ozonsmog
- Definition:
Ozonsmog ist ein Giftmix in der Luft, der bei Sonnenschein aus Autoabgasen entsteht. Der wichtigste Stoff davon ist Ozon. Ozon ist ein natürlicher, in hohen Konzentrationen aber giftiger Bestandteil der Luft. Was in den hohen Luftschichten lebensnotwendig ist (Ozonschicht: Schutz gegen gefährliche UV-Strahlen) wird unten gesundheitsbedrohend. Denn Ozon ist ein Reizgas, das die Atemwege schädigt.
- Ozonsmog-Gesetz
- Definition:
Von 1995 bis 1999 gab es in Deutschland ein Sommersmoggesetz. Darin war vorgesehen, dass Smogalarm ausgerufen werden musste, sobald ein bestimmter Grenzwert erreicht wurde. Dann konnten Fahrverbote ausgesprochen werden. Die Grenzwerte waren aber so hoch angesetzt, dass es nur ein einziges Mal zu einem Fahrverbot kam. Heute gibt es zwar immer noch Sommersmog (Ozonsmog), aber kein Sommersmog-Gesetz mehr.
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