Frischer Kopfsalat und Rucola gelten allgemein als gesundes Grünzeug. Doch aufgepasst: Gerade frische Salatköpfe aus dem Supermarkt sind häufig viel zu stark gespritzt. Die Pestizide (Spritzmittel) können sogar regelrecht gesundheitgefährdend sein.
Deswegen hat Greenpeace jetzt auch Strafanzeige gegen Tengelmann erstattet: In einer der untersuchten Kopfsalat-Proben aus einem Tengelmann-Markt wurde die erlaubte Menge eines Pestizids überschritten. Die chemischen Rückstände sind vor allem für Kinder gefährlich.
Die erste Greenpeace-Spritzmitteluntersuchung im neuen Jahr brachte noch weitere unappetitliche Ergebnisse zum Vorschein: Auch Wirkstoffe, die in der EU gänzlich verboten sind, ließen sich in den Proben aufspüren.
Unser Test zeigt, dass nur ein Kopfsalat und drei Rucola-Proben aus konventionellem Anbau unbelastet sind. Das sind zu wenige
, sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. Im Winter sind Blattsalate Risikoprodukte: Sie werden in Treibhäusern zumeist überdüngt und stark gespritzt
.
Manche Ware dürfte gar nicht verkauft werden. So fand das Labor in drei Proben Pestizide, die die gesetzlich zugelassenen Höchstmengen überschreiten. Besonders schlecht schnitten die Salat- und Rucola-Proben aus den Herkunfstländern Italien und Belgien ab. Etwas besser dagegen die Proben aus Spanien und Deutschland. Greenpeace fordert jetzt eine lückenlose staatliche Kontrolle für die Pestizidrückstände in Salaten.
In diesem Winter sollten Salatliebhaber aber erst einmal auf Bio-Salate und Bio-Rucola umsteigen. Da die Supermärkte im Untersuchungszeitraum keine Bio-Alternative anboten, sollte der Handel - so Greenpeace - das Bio-Sortiment im Winter erweitern.