Es ist fünf vor zwölf, der Klimawandel hat längst begonnen. In Kopenhagen treffen sich in den nächsten Tagen Politiker aus mehr als 190 Staaten, um über einen gemeinsamen, weltweiten Klimaschutzvertrag zu verhandeln. Doch die Zeit für gute Worte und Zukunftsversprechen ist abgelaufen: Schon 2012 endet das jetzige Klimaschutzabkommen - das Kyoto-Protokoll - und wenn es nicht bald einen Nachfolgevertrag gibt, ist die Klimakatastrophe wohl kaum noch aufzuhalten.
Bundeskanzlerin Merkel muss endlich eine Führungsrolle einnehmen und die EU auf Klimaschutzkurs bringen
, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters. Bislang ist die EU zu einer CO2-Reduktion von 20 Prozent bereit - im Vergleich zu 1990. Um den fortschreitenden Klimawandel zu stoppen, müssen die Industrieländer jedoch nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent reduzieren
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In Berlin hatte Greenpeace am Samstag eine sogenannte Twitterwall aufgebaut. Auf einer großen, digitalen Leinwand erschienen Twitter-Botschaften von Menschen aus ganz Deutschland, denen der Schutz unseres Klimas genauso am Herzen liegt wie Greenpeace.
In Hamburg hatten Greenteams, die Kindergruppen von Greenpeace, auf dem Weihnachtsmarkt in Ottensen einen 2,30 mal 5,50 Meter großen Klimatunnel aufgebaut. Darin befand sich eine Ausstellung mit selbst gebastelten Tieren, die durch den Klimawandel vom Aussterben bedroht sind. Auch gemalte Bilder, Texte und sogar 3D-Objekte klärten die Besucher über den Klimawandel und seine Folgen auf. Greenteams aus Frankfurt und Berlin hatten die Hamburger Klimaschützer mit Ausstellungsstücken unterstützt.
Als Eisbären verkleidet zogen die Greenteams über den Ottensener Weihnachtsmarkt, was ein hübsches und passendes Bild ergab - bis die Besucher die bittere Wahrheit über die knuffigen, weißen Raubtiere erfuhren: Ihnen schmelzen im wahrsten Sinne die Eisschollen unter den Tatzen weg!
Unter dem Motto:Macht Lärm für mehr Klimaschutz!
zogen in Bonn Greenteams und erwachsene Greenpeacer gemeinsam durch die Innenstadt. Im Vorfeld des Klima-Aktionstags hatten die acht Kinder Banner bemalt und Rasseln gebastelt. Mit Trommeln und Sprechchören weckten sie die Passanten auf - so gut, dass sich einige Familien mit Kindern spontan der kleinen Demo anschlossen!