Das Energie- unternehmen GDF Suez gab als Grund für den Stop des geplanten Kohlekraftwerks in Stade an, dass es Probleme mit dem Schallschutz gäbe. Der erwartete Nachtlärm und auch Probleme mit der Wasserversorgung sprechen laut Unternehmen gegen den Bau. Hinzu kommt die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage.
Gegen das 800 Megawatt-Kohlekraftwerk hatte es im Vorfeld große Proteste von Umweltschützern gegeben.
Anike Peters, Klima- und Energieexpertin von Greenpeace:Es macht Mut, dass die Zahl der verhinderten Kohlekraftwerke beständig steigt. Kohlekraft hat keine Zukunft
.
Erst vor kurzem wurde der Bau zwei weiterer neuer Kraftwerke in Emden und im emsländischen Dörpen aufgegeben. Mit dem Aus für das neue Kohlekraftwerk in Stade setzt sich jetzt eine erfreuliche Tendenz fort.
Jedes neue Kohlekraftwerk belastet das Klima. Unter dieser Belastung leiden zukünftige Generationen
, so Anike Peters weiter. Die Klima- und Energieexpertin hofft nun, dass große Energiekonzerne wie E.ON endlich anfangen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben. Im Moment jedoch plant E.ON gerade den Bau eines neuen Kohlekraftwerks - in Stade. Aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich die kleine Stadt zwischen Cuxhaven und Hamburg ja auch zum klimafreundlichen Energie-Trendsetter...