Ölverschmiert stehen die deutschen Greenpeacer an Aral-Tankstellen (die zu BP gehören) und halten Schilder hoch: Raus aus der Tiefsee!
. Darunter sind Bilder der explodierten Ölplattform im Golf von Mexiko zu sehen, oder schwarz verklebte Pelikane, die um ihr Leben ringen. Die Umweltschützer sind ein schockierender Anblick für alle, die nur mal eben kurz zum Tanken gekommen sind.
Was dahinter steht: BP wirbt schon seit Jahren mit seinem grünen Werbespruch beyond petroleum
(jenseits des Öls) und tut so, als wolle es weg vom Öl. So kündigte der Konzern an, zukünftig viel Geld in den Ausbau von Erneuerbaren Energien stecken zu wollen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus.
Dass BP es nicht ernst meint mit dem Wandel, sieht man an den Investitionen: In riskante Ölförderprojekte lenkt der Konzern 20mal so viel Geld wie in Erneuerbare Energien
, sagt Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid. Gerade hat BP neue Geschäftszahlen veröffentlicht und angekündigt, 2011 rund 19 Milliarden Dollar in das gute alte Ölgeschäft zu investieren - und nur eine Milliarde in die umwelt- und klimafreundliche Energiegewinnung. Alles Täuschung, oder was?
Während die deutschen Greenpeacer in Bochum gegen die BP-Pläne protestieren, haben englische Greenpeace-Aktivisten in London alle BP-Tankstellen kurzerhand geschlossen. Auf Bannern kündigten sie an, was BP selbst nicht wahr macht:Closed. Moving beyond petroleum
. (Geschlossen. Wir gehen weg vom Öl).
Greenpeace wendet sich zur Zeit mit vielen unterschiedlichen Aktionen gegen die Machenschaften von Erdölkonzernen wie BP oder Shell, um darauf hinzuweisen, dass endlich Schluss gemacht werden muss mit der Abhängigkeit vom Öl. Stattdessen fordern wir endlich echte Anstrengungen zu unternehmen, um den Ausbau von Erneuerbaren Energien voran zu treiben.