Das geht zu Hause und in der Schule. Zu Hause müsst ihr Überzeugungsarbeit leisten, damit sich eure Eltern einer Mülldiät anschließen und zum Beispiel auch beim Einkaufen darauf achten, dass möglichst wenig Einwegverpackungen im Einkaufswagen landen oder der Drucker mit Recyclingpapier gefüttert wird.
Tatorte für eine Mülldiät
In der Schule könnt ihr euch verschiedene Tatorte ausgucken: Was bietet zum Beispiel euer Schulkiosk an - kleine Tetrapacks, Einmalflaschen oder gar Getränkedosen? Einzeln verpackte Mini-Schokoriegel? Das alles könnte doch locker durch umweltfreundliche Mehrwegflaschen und lose angebotene Süßigkeiten ersetzt werden.
Und wie sieht es mit dem Papierverbrauch im Schulsekretariat aus? Werden durch den Kopierer blütenweiße Blätter genudelt? Und spuckt der Drucker immer nur einseitig bedruckte weiße Seiten aus? Das ist erstens nicht nötig und zweitens reine Baum-Verschwendung! Auch auf den Toiletten muss es keineswegs strahlend weiß zugehen. Oder ist eure Schule schon auf Recycling-Klopapier umgestiegen und verwendet Stoffhandtücher? Wenn nicht: kleiner Tipp an den Hausmeister kann nicht schaden ...
Auch Schulranzen und Federmappe könnt ihr einem Check unterziehen: Tintenkiller, Einmal-Kugelschreiber, Filzstifte mit giftigen Lösungsmitteln, Radiergummis aus PVC - oftmals sind die Federtaschen richtige kleine Sondermülldeponien ...
Einfache Lösung: Raus damit! Einmal-Kugelschreiber sind unnötiger Plastikmüll - und auf längere Sicht auch Geldverschwendung, weil man ja immer die ganze Hülle neu kaufen muss. Alternative: Füllhalter mit Kolben und Kugelschreiber, bei denen man die Mine austauschen kann.
Stifte mit Lösungsmitteln sind schon beim Gebrauch nicht ungefährlich. Denn ein bisschen verdampfen diese Mittel immer (manchmal riecht man das auch), und ihr atmet das dann ein. Außerdem belasten diese Lösungsmittel die Umwelt. Alternative: Stifte auf Wasserbasis, am Besten zum Nachfüllen.
Wie sieht’s bei Heften und Blöcken aus? Alles schön weiß? Für Hefte gilt dasselbe wie fürs Klopapier: Recyclingpapier hilft Müll vermeiden und schützt die Wälder!
Und wird das Pausenbrot, damit's auch heil bleibt, dreimal in Alufolie eingewickelt? Wie oben schon erwähnt, ist die Alu-Herstellung eine reichlich giftige und energieverschwenderische Angelegenheit. Also: Butterbrotpapier tut’s auch, aber am besten ist eine Klappdose, die ihr immer wieder verwenden könnt. Die gibt’s sogar in Brötchenform!
Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Möglichkeiten, als Müll-Detektive aktiv zu werden.
Ideen und Tipps für Schulprojekte und Aktionen gibt’s in der Greenpeace-Broschüre Tat-Ort Schule: Alles Müll?. Die könnt ihr hier herunterladen oder kostenlos bestellen. Oder ihr klickt euch von hier auf die Aktionsseiten und lasst euch von den Greenteams inspirieren - die haben nämlich schon einiges an Aktionen in Sachen Müll auf die Beine gestellt.
Autorinnen: Heike Dierbach, Helga Bachmann