Jeden Tag verschwindet ein Stückchen mehr Urwald von unserem Planeten. Auch in Indonesien. Wo einmal wertvoller Regenwald stand, stehen heute häufig Palmöl-Plantagen. Denn mit Palmöl lässt sich prima Geld machen.
Mit der Umwandlung der Regenwälder in Palmöl-Plantagen verlieren viele bedrohte Arten wie der Orang-Utan ihre Heimat. Auch das Klima leidet unter der Urwaldzerstörung: Indonesiens Regenwälder sind spezielle Torfwälder, die besonders viel Kohlenstoff speichern. Je mehr Regenwald zerstört wird, desto mehr Treibhausgase werden freigesetzt. Schon jetzt gilt Indonesien als drittgrößter Klimasünder der Welt.
Besonders in Europa ist die Nachfrage nach Palmöl stark gestiegen. Denn der Rohstoff findet in vielen Produkten Verwendung: In Schoko-Riegeln, Keksen, aber auch in Waschmittel und Schminke. Jetzt soll Palmöl auch in den Tank.
Seit Mai 2010 machen sich Greenpeace-Aktivisten in Stuttgart gegen das Palmöl-Bus-Projekt stark. Corinna Hölzel, Waldexpertin bei Greenpeace: Das Interesse der Stadt Stuttgart an Klima- und Urwaldschutz ist vorgetäuscht. Wer Diesel aus Urwaldzerstörung einsetzt und Nachhaltigkeit predigt, ist komplett unglaubwürdig
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Das Palmöl-Projekt soll noch bis 2011 in Stuttgart fortgeführt werden. Greenpeace fordert aber einen sofortigen Stopp des Stuttgarter Versuchs, um Folgeprojekte für die Zukunft zu verhindern.