In der internationalen Zeitung Le Monde Diplomatique (Die diplomatische Welt) berichtet die berühmte indische Autorin und Aktivistin Vandana Shiva über den Wasserkampf: Coca Cola und Pepsi Cola betreiben in Indien rund 90 Cola-Fabriken. Das Wasser dafür fördern sie mit sehr starken elektrischen Pumpen. Mit diesen saugen sie das Grundwasser förmlich aus: Der Grundwasserspiegel ist mittlerweile von 45 auf 150 Meter unter der Oberfläche gesunken.
Bis zum nächsten Brunnen ist es kilometerweit
Dadurch sind schon 260 Brunnen in Indien ausgetrocknet! Vor allem für die Frauen ist das schlimm: Während sie früher das Wasser einfach an ihrem Dorfbrunnen holen konnten, müssen sie jetzt kilometerweit dafür laufen. Deshalb wehren sich die Frauen. Sie haben vor dem Eingang zu einer Coca-Cola-Fabrik Sitzstreiks und Demonstrationen organisiert. Am 20. Januar 2005 bildeten die Menschen vor allen Coca Cola- und Pepsi-Fabriken in Indien Menschenketten und forderten die "Wasserpiraten" auf, das Land zu verlassen.
Wasser muss allen gehören
In einem Ort hatte der Protest bereits Erfolg: Ein Gericht entschied, dass Coca-Cola mit dem Wasserraub aufhören muss. Die klare Begründung der Richter: Wasser, Luft und Wälder sind so bedeutsam für die gesamte Menschheit, dass es ungerecht wäre, wenn sie nur einem gehörten!